— Havanna im Überblick —
Havanna (La Habana) ist eine lebenslustige, farbenfrohe Stadt mit vielen architektonischen Schmuckstücken aus der Kolonialzeit und anderen Epochen sowie zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt allein ist schon eine Reise nach Kuba wert.

— La Habana Vieja —
Das historische Zentrum Havannas wurde von der UNESCO 1982 zur Welterbestätte ernannt. Keine Stadt Lateinamerikas kann mit einer größeren Ansammlung intakter Architektur im Kolonialstil aufwarten. Nach drei Jahrhunderten des Verfalls wird das Viertel jetzt unter der Leitung des historiador de la ciudad Eusebio Leal Spengler umfassend restauriert. Charakteristisch für La Habana Vieja sind die spanisch-andalusischen Gebäude, die von üppiger Vegetation umrahmt unter tropischer Sonne bröckeln oder prunken. Auch wenn die Zeit hier bis vor Kurzem stillzustehen schien, war La Habana Vieja immer eine lebendge Gegend. Ziel des ambitionierten Restaurationsprogramms war und ist es, nicht nur die ursprüngliche Schönheit der Altstadt wiederherzustellen, sondern auch die einstige Betriebsamkeit und Lebenslust neu zu wecken.

— Centro Habana und Prado —
Das Centro Habana gleicht einem verarmten Aristokraten – eine edle Gestalt, deren abgetragene Kleider ihrer reichen Vergangenheit spotten. Das bunte Viertel hinter der Stadtmauer (die parallel zur heutigen Avenida Bélgica und der Avenida de las Misiones verlief) wurde im 19. Jahrhundert als Wohngebiet errichtet. Der größte Teil entstand nach 1863, als man die Stadtmauer größtenteils abriss, um mehr Bauland zu gewinnen. In den 1920er und 1930er Jahren wurden die Arbeiten abgeschlossen, nachdem der französische Architekt Forestier den Paseo del Prado, den Prague Central, die Gärten des Capitolio und den Praque de la Fraternidad angelegt hatte.

— Havanna —
Reiseleiter Joerge erzählt die Geschichte über Kuba, die Winfried als Dolmetscher übersetzte.

— Necrópolis de Colón —
Mit einer Fläche von 56 Hektar ist Havannas Kolumbus-Friedhof einer der größten Friedhöfe der Welt. Mehr als zwei Millionen Menschen sind hier begraben. Er wurde um 1860 von dem spanischen Architekten Calixto de Loira in Anlehnung an die streng symmetrischen römischen Militärlager entworfen und 1871-86 angelegt. Aufgrund der vielen Skulpturen und Denkmäler in unterschiedlichen Stilrichtungen – von eklektischen bis zu gewagten zeitgenössischen Werken – wurde die Necrópolis de Colón unter Denkmalschutz gestellt. Doch trotz ihrer historischen und künstlerischen Bedeutung wird sie nach wie vor als Friedhof genutzt, auf dem man neben Spaziergängern auch immer wieder Grabgänger trifft.

— Vedado und Plaza —
Die Idee des gitteartigen Grundrisses in Vedado stammt von Luis Yboleón Bosque (1859). Er sah großzügig angelegte Gehwege, Häuser mit Gärten sowie breite, gerade Straßen vor. Die Name Vedado (>>verboten<<) leitet sich von einem Erlass aus dem 16. Jahrhundert ab, der es untersagte, in dieser Gegend zu bauen, um nicht den Block auf herannahende Piraten zu behindern. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Viertel vergrößert und bei den reichen Familien der Stadt beliebt. Vedado spielt zwei Rollen: Es ist Havannas modernes politisches und kulturelles Zentrum mit Hotels, Restaurants, Theatern, Kinos und Behörden, es ist aber auch ein historisches Viertel mit großzügigen Gärten und herrlichen Häusern im Kolonialstil. Auf der Plaza de la Revolución finden heute große Veranstaltungen statt, auch das öffentliche politische Leben Havannas und ganz Kuba spielt sich auf diesem Platz ab.

— Parque Central —
An der Grenze zwischen Altstadt und Centro Habana, zwischen dem Captolio und der Promenade Prado liegt der Praque Central. Er wurde 1877 angelegt, nachdem man die Stadtmauer abgerissen hatte. In der Mitte des Platzes stellte man eine Statue von Isabella II auf, die später durch eine Statue José Martís ersetzt wurde. Der palmenbestandene Park ist von herrschaftlichen Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert gesäumt. Er ist das Herz des Stadtzentrums und ein beliebter Treffpunkt. Abends kommen die Menschen hier zusammen und plaudern bis in die frühen Morgenstunden.

— Paseo del Prado —
Tagsüber lädt der malerischste Boulevard Havannas zum Bummeln und Plaudern ein, nach Sonnenuntergang wird er zur Flaniermeile. Im Jahr 1772 ließ der Marqués de la Torre den Paseo – sein offizieller Name ist Paseo de Martí – außerhalb der Stadtmauern anlegen. Bald wurde er ein beliebtes Ausflugsziel für die Aristokratie, die mit ihren Kutschen hierherfuhr. An fünf Stellen entlang dem Boulevard standen Musikgruppen, um die Passanten zu unterhalten. Im 19. Jahrhundert hielt man auf dem Paseo militärische Paraden und Karnevalszüge ab. Den Prado in seiner heutigen Form entwarf 1927 der französische Architekt Forestier.

— Abstecher —
Die Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt sind recht weit verstreut. Die Stadtteil Miramar liegt im Westen. Das Castillo del Morro und die Festung Fortaleza de La Cabana, die von Havannas strategischer Bedeutung zeugen, sind räumlich von der Stadt getrennt, historisch jedoch mit ihr verbunden. Kubaner lieben das Strandleben. Die goldenen Strände der Playas del Este östlich der Stadt sind beliebte Ausflugsziele an den Wochenenden. Zu den weiteren Attraktionen zählen die Ferienziele Ernest Hemingways, darunter die Finca Vigía, in der er einige seiner besten Romane schrieb, und das Fischerdorf Cojímar.

— Museo del Ron Havana Club —
Die Herstellung von Havana Club, dem berühmtesten kubanischen Rum, wird hier dokumentiert. Man kann bei der Produktion des >>fröhlichen Kindes des Zuckerrohrs<<, wie der Rum von kubanischen Schriftsteller Fernando Campoamor, einen Freund Hemingways, genannt wurde, zusehen. Die Führungen beginnen im Innenhof der Fundación Havana Club. Nach der Vorführung eines Videos über Geschichte und Anbau des Zuckerrohrs werden die Besucher durch die Produktionsanlagen geführt, wo sie die Stadien der Rumherstellung beobachten können. In der Haupthalle, die vom Geruch fermentierter Melasse durchsetzt ist, steht ein Modell eines ingenio, einer Zuckerfabrik. Es beinhaltet sogar einen Modelldampfzug. Die Tour endet in einer Bar, in der man den drei Jahre alten Rum probieren kann. In dieser Bar, die von 9 bis 24 Uhr geöffnet ist, werden auch Cocktails serviert. Im Shop werden Rum, Gläser und Souvenirs verkauft.

— Plaza de la Catedral —
Die Plaza de la Catedral, die von der Bischofskirche dominiert wird, ist eines der Symbole von La Habana Vieja. 1592 wurde der Zanja Real, der erste Aquädukt der Stadt (und auch der erste spanische Aquädukt in der Neuen Welt), auf diesem Platz fertiggestellt. Das Wasser kam vom elf Kilometer entfernten Fluss Almendares. Der Zanja Real sollte die im Hafen vor Anker liegenden Schiffe und die Anwohner mit Wasser versorgen. Auf einer Gedenktafel am Platz ist seine Position vermerkt. Im 18. Jahrhundert wurden die Herrschaftsgebäude und die heutige Kathedrale errichtet. Die Plaza de la Catedral ist ein Muss für jeden Besucher der Stadt. Die hübsche bar am Platz lädt zum Verweilen, Musikhören und Beobachten der in historische Kleider gewandeten Wahrsagerinnen ein.

— Museo del Chocolate —
Köstliche Pralinen werden hier direkt vor den Augen der Besucher und Käufer hergestellt. Die Schokolade kommt aus Baracoa. In einer Vitrine sind alte Kakaotassen und Zutaten für Schokolade ausgestellt.

— La Bodeguita del Medio —
Die Bodeguita del Medio – die >>kleine Schänke in der Mitte<< – verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie exakt in der Mitte einer kleinen Straße nahe der Kathedrale liegt. Inzwischen ist die >>kleine Schänke<< eine große Attraktion. 1942 wurde die Bodeguita als Lebensmittelgeschäft gegründet. Später kam eine Bar dazu, die Bodeguita wurde zum Treffpunkt von Intellektuellen, Künstlern und Politikern. Heute ist sie ein Restaurant, in dem hervorragende kreolische Küche serviert wird, in der Bar werden Rum und Cocktails ausgeschenkt. Die Wände sind mit Fotos, Gemäldenm Graffiti und Autogrammen von Besuchern übersät, darunter Nat King Cole, die Schriftsteller Pablo Neruda, Nicolás Guillén, Gabriel García Márquez, Alejo Carpentier und Ernest Hemingway, der hier Stammgast war.

— Hotel Ambos Mundos —
Das schicke lachsfarbene Hotel im Herzen von La Habana Vieja war schon Hemingway bekannt und hat eine beliebte Dachbar.

— Oldtimer Rundfahrt Havanna —
1 Stunde Rundfahrt mit einem pinkfarbenen Oldtimer.